Das was wir sehen,
ist unsere Wirklichkeit,
aber nicht alle Dinge sind so,
wie wir sie sehen-
unsere Sicht
bleibt immer nur eine Möglichkeit...
Die Tiefe des Meeres wird mich berauschen
so fern, als hätte es gestern nie gegeben
Dadurch, dass ich immerzu in der Vergangenheit lebe
spüre ich mich in der Gegenwart noch.
Könnte ich Dich eines Tages tatsächlich vergessen
würde selbst meine leere Seele endgültig bemerken
wie viel Zeit sie bereits sinnlos für immer verlor.
Jeder Moment hat seine Wirklichkeit,
die im nächsten Moment nicht mehr existiert.
Morgen hier, übermorgen dort und nie dazwischen
Die Tiefe des Meeres wird mich befreien
Er glaubt, sie hätte ihn nicht erkannt-
da er ja auch ach so viele Gestalten
und Gesichter hat. Doch ihr Gefühl
sieht mehr als sein Verstand.
So spürte sie, dass er es war-
so nah am geliebten Park.
Auch ohne sein fehlendes Haar
hat sie ihn, ihren Fremden wie selbstverständlich
nach all den Jahren wiedererkannt.
Verwundert über das Vergangene
ist sie dann ohne Eile davon gerannt...
Die Gezeiten haben mich gewaschen
das Salz der Sonne trocknet mich
Nackt bleibt die Erinnerung zurück
Doch die Unschuld, sie bleibt für immer verloren
Auf dem Rücken der Zeit
Gemeinsam stolpern wir über die Scherben einer verschütteten Stadt.
Es ist ein dunkler kalter Morgen.
Unter uns erwacht feierlich die trübe Stadt.
Die Sonne spendet uns ihren düsteren Schatten.
Der leise Regen begleitet uns sanft über die Vergangenheit.
Greifbar nah und doch so weit. Auf dem Rücken der Zeit.
In der Nähe sehen wir einige Kinder.
Sie spielen Krieg. Ich habe dich tot geschossen schreien sie zu laut
während sie ihre Plastikpistolen gegeneinander halten.
Mir macht ihre naive Fröhlichkeit angst.
Ich höre innerlich wie dieser stumme Ort klagt.
Wie oft werden unsere Städte noch in Trümmern liegen
bis wir endlich begreifen?
Haben auch wir es versäumt den Kindern zu erklären
was diese schweigenden Steine bedeuten?
Bleibt die Unschuld für immer verloren? Welche ferne Zeit wird weiter als heute sein?
Für Henriette
Wann immer ich kann
schreibe ich Dir...
Wie oft habe ich
in all den Jahren
auf meinem Weg
die Seerosen
aus dem Nichts
auftauchen, erblühen
und wieder im Nichts
verschwinden sehen-
aber nur ein einziges Mal
ja, nur ein einziges Mal
waren sie durch Dich
so zauberhaft schön...
Mir geht es nicht um das Abbilden der Wahrheit-
Ich suche das Schöne
und empfinde darin das Echte.
An dieser Stelle möchte ich mich
bei allen bedanken,
die mir Ihre kostbare Zeit anvertrauten,
ihre Schönheit liehen,
um gemeinsam mit mir zu träumen...
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